Update 11-08-10

Für Evin haben gespendet: Andrea Brückner-Schoeler, Pia & Peter Gunselmann, Fam. Pauels, Britta Böttcher, Carola Dierkes, Fam. Möller, Sylvia Kohls, hunde-nanny.de (Futterpatenschaft)
Vielen Dank!!!
Evin lebt seit dem 16.07.2009 als Pflegehund bei uns.
Hier lesen Sie den Bericht, als sich Evin noch in Griechenland befand:
Wenn man sich Evins Zwinger nähert, dann geschieht etwas, was sonst so nicht geschieht: Evin macht sich ganz lang und versucht ihre Pfoten unter der Zwingertür durchzustrecken, um wenigsten die Füße ihres zweibeinigen Besuchs zu berühren. Wenn man dann stehen bleibt, setzt sich Evin auf und fängt an zu zittern, nein eigentlich zu beben. Dieses Beben lässt es erst nach, wenn man anfängt, Evin zu streicheln. Dann ist sie beruhigt und ihre große Angst hat sich gelegt, der Zweibeiner könnte - ohne sie zu streicheln - an ihr vorübergehen. Wir haben im Tierheim viele menschenbezogene Hunde gesehen, die still gelitten haben; Evin hat uns mit ihrer Sehnsucht nach menschlicher Nähe aber ganz besonders berührt. Und wenn Evin dann sogar noch mit einem Zweibeiner ihren Zwinger verlassen durfte, dann kannte ihr Glück kaum noch Grenzen. Überallhin folgte sie ihrem Menschen und legte sich immer dicht neben ihn. Auch wenn der Begriff der Dankbarkeit in Bezug auf südländische Straßenhunde häufig überstrapaziert wird, bei Evin ist er angebracht. Trotz ihres überaus lieben Wesens und ihrer großen Liebe zu Menschen sind Evins
Vermittlungschancen jedoch vermutlich nicht so groß wie die anderer, jüngerer, gesünderer Hunde: Die schätzungsweise 2005 geborene, etwa 52cm große Evin ist Leishmaniose positiv getestet und wurde inzwischen natürlich behandelt. Lediglich ein ab und zu auftretendes Nasenbluten, das medikamentös jedoch gut behandelbar ist, erinnert daran, was Evin in ihrem kurzen Leben schon alles mitgemacht hat. Aufgrund vermutlich eines Autounfalls hat sie zudem eine alte Verletzung am rechten Vorder- und Hinterbein. Dies beeinträchtigt Evin allerdings überhaupt nicht beim Laufen, Spielen und Rennen.
Die Beschreibung bezüglich ihres Charakters ist wirklich sehr gut getroffen! Evin ist ein wahrer Schatz!
Was uns große Sorgen bereitete, waren ihre Beine. Außerdem hatte Evin auch große Probleme mit ihrer Leishmaniose. Ständiges Nasenbluten bis hin zur völlig verstopften Nase des Nachts machten Evin das Leben schwer.
Die Nase fühlte sich rauh an und war eigentlich ständig trocken.
Nachdem Evin ein paar Wochen bei uns war, trat ich den Gang zu unserer Tierärztin an, um ihre Beine röntgen zu lassen. Sie konnte zwar mittlerweile besser laufen, doch natürlich wollte ich genau wissen, wie es "drinnen" aussah.
Der Befund war leider sehr niederschmetternd.
Evins Hüfte ist auf der verletzten Seite sehr zerstört und ihr Vorderbein ist noch immer gebrochen. Meine Tierärztin sah sich die Röntgenbilder an und meinte, dass es alles zwar operabel wäre, doch aufgrund der Leishmaniose leider unmöglich sei, denn selbst wenn Evin die OP gut überstehen würde, wäre es höchst wahrscheinlich, dass sie an einem Leishmanioseschub, ausgelöst durch die OP, sterben würde.
Sie riet mir dazu, Evin einschläfern zu lassen.
Natürlich habe ich mich mit diesem Ergebnis nicht zufrieden gegeben, zumal Evin so lieb und süß ist, dass ich es gar nicht über´s Herz bringen würde, sie zu erlösen, ohne gründlich über alles nachgedacht zu haben und jede Möglichkeit genutzt zu haben.
Im Internet bin ich nach ein paar Tagen auf das Mittel Milteforan gestoßen, welches in angepasster Form auch beim Menschen angewendet wird, um Leishmaniose zu heilen.
Dieses Mittel ist nicht gerade günstig, doch Evin hatte das Glück, dass eine liebe Patin die Kosten übernahm und so haben wir mit der Therapie begonnen.
Jeden Tag mussten wir sie morgens wiegen und das Präparat ihrem Gewicht genau anpassen. Sie bekam das Milteforan dann mit in ihr Futter und durfte für ca. eine Stunde keinen Kontakt zu unseren anderen Hunden haben, da das Mittel starke Reizungen hervorrufen kann, wenn Evin nach dem Fressen beispielsweise einen anderen Hund abschleckt.
Nach achtundzwanzig Tagen nun ist die Therapie vorbei und Evin hat alles gut und fast ohne Nebenwirkungen überstanden.
Sicherlich ist sie nun nicht geheilt, die Heilungschancen von über 90%, die propagiert werden, beziehen sich vielleicht mehr auf die Anwendung beim Menschen.
Aber es geht ihr wesentlich besser. Das Nasenbluten ist seit über vierzehn Tagen nicht mehr aufgetreten und sie ist im Ganzen munterer und auch ein wenig aktiver geworden.
Nun müssen wir die Blutuntersuchung abwarten und dann schauen, ob die Werte für eine Operation ausreichend sind.
Fortsetzung folgt...

Hallo, ich bin´s, die Evin! Ich schreib euch heute in meinem Blog, weil morgen ein großer Tag für mich ist: ich muss mein Blut abgeben!
Dann wird untersucht, wie aktiv die Leishmanien derzeit sind und wenn ich es geschafft habe, sie zurückzudrängen, dann kann endlich meine Hüfte operiert werden! Das wäre sooo toll!!!
Deshalb muss ich jetzt noch ein paar Entspannungs- und Konzentrationsübungen machen...



Also, drückt mir die Daumen!
Nein, mein Blutergebnis ist noch nicht da...
Aber heute war so ein schöner Tag, dass ich euch einfach mal daran teilhaben lassen wollte.
Selbst Schroeder war sooo entspannt, dass er sich mit uns fotografieren ließ! Und das will was heißen;-)


Und hier bin ich in meiner ganzen Schönheit:

Eure Evin:)
26-10-09
Die ganze Entspannung hat nix genützt. Leider sind meine Werte zu schlecht und Herrchen und Frauchen sind überein gekommen, dass ich momentan nicht operiert werden kann.
Das Risiko für meine Gesundheit ist zu groß, meinen sie.

Ich bin etwas entäuscht, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Vielleicht sieht es ja bald schon besser aus...
Eure Evin
25-11-09
Rausgeflogen...
Frauchen hat mich aus ihrem Bett geworfen. Mitsamt dem bißchen Schaf, was noch übrig ist.



ich möchte so gerne mit....
Frauchen, lass mich einsteigen!
Dafni & ich
ich & Dafni & Scully
Laufen ist toll!
Und ich kann ganz schön schnell laufen!
Es lohnt sich also, für seine Träume zu kämpfen!Eure Evin

Ist das warm!!!!
Doch auch sehr schick! Für den Hund von Welt ein absolutes Muss für dieses Jahr!
Wurden nicht schon viele große Entdeckungen quasi im Schlaf gemachtω Hier ist also meine: die Schwitzdecke für Hunde!



Ich hab dann Scully gefragt, warum denn keine Katzen oder Kaninchen hier bei uns leben dürfen. Daraufhin sagte sie nur: "Frag Schroeder!"

Das hab ich dann gemacht. Schroeder fragte nur: "Katzen, Kaninchen...?" Leider konnte er nicht mehr so richtig antworten, weil er so sehr sabbern musste. Doch ein Wort hab ich noch verstanden: "Lecker!"
Eure Evin










Jetzt sind wir wieder zuhause und Herrchen liegt schon wieder im Bett. Ich gehe jetzt auch Mittagsschlaf machen.
Eure Evin











28.04.10
Ich habe es hinter mir! Letzte Woche Dienstag wurde nun mein Vorderbein operiert.
Ganze vier Stunden lag ich in Narkose und Frau Doktor hat mich zusammengeflickt. Danach konnte ich in Ruhe aufwachen.
Als ich dann endlich wach war, haben sich alle ganz toll um mich gekümmert und mir den Bauch gekrault, bis Herrchen und Frauchen mich dann endlich abholen durften. Die beiden waren ganz blaß um die Nase, weil sie die ganze Zeit an mich denken mussten und sich Sorgen gemacht haben, ob ich das alles schaffe. Aber schließlich wollte ich die OP ja! Endlich besser laufen können! Doch ehrlich gesagt hatte ich ganz schöne Schmerzen anschließend und ich fühlte mich ganz schrecklich. Nachts konnte ich nicht schlafen, weil ich nicht wußte, wie ich liegen sollte. Da habe ich Frauchen gefragt, ob ich in ihrem Bett schlafen dürfte.
Also hat sie mich ins Bett gehoben und ich bin dann nochmal ca. fünf Kilometer auf der Matratze hin- und hergelaufen, bis ich endlich auf ihrem Kopfkissen eingeschlafen konnte.....puuhh!
Am nächsten Morgen kam dann Herrchen mit dem Fotoapparat und hat dieses Foto gemacht:

Das war vielleicht fies mit diesem Blitzlicht am frühen Morgen! Frauchen musste ich leider rausschneiden.
Sie hat gesagt, wenn ich das nicht mache, setzt sie mich aus! Mein Bein ist durch die OP ganz dick geworden und ich hatte ein Pfötchen wie ein Schäferhund! Deshalb musste der Verband nach zwei Tagen abgenommen werden und ich durfte ohne Verband durch die Gegend hüpfen. Aber die Narbe hat so doll gejuckt und ich hab mir in einem unbeobachteten Moment selber die Fäden gezogen. Ratet mal was: Verboten!!!
Als ich dann am Sonntag wieder beim Tierarzt war, habe ich stattdessen solche Dinger ins Bein bekommen, die Herrchen benutzt, um Papier zusammenzuhalten. Sowas hab ich nun im Bein! Und Frauchen hat geschimpft und gesagt, wenn ich das Geschlecke und Geknabber nicht sein lassen kann, muss ich eben einen Trichter tragen.

Mit diesem blöden Ding eck ich überall an und erschreck die anderen Hunde! Mittlerweile ist mein Pfötchen wieder schlank und ich habe auch schon ausprobiert, es ganz vorsichtig aufzusetzen. Fühlt sich toll an!

Mir geht es gut! Jeah Jeah Jeah!!! Eure Evin
23.05.10
Evin wurde nochmals operiert!
Wir haben leider schlechte Nachrichten. Evin hat sich das Bein gebrochen. Nachdem der Heilungsprozeß so gut verlief und Evin bereits wieder täglich ihren Spaziergang einforderte, geschah am vergangenem Donnerstag die Katastrophe: Evin stürzte unglücklich auf ihr operiertes Bein und dieses brach oberhalb der eingesetzten Schiene.
Ein Moment, der nicht hätte passieren dürfen!
Die Röntgenaufnahmen zeigten das volle Ausmaß des Sturzes und ich musste entschieden, wie es nun weitergehen sollte.
Da Evins behandelnde Tierärztin Frau Dr. Ladig sich auf einer Fortbildung befand, fuhr ich mit Evin weiter in die Tierklinik Grußendorf nach Bramsche, nachdem ihr ein Notverband angelegt worden war. Evin zitterte vor Schmerzen und dieser Zustand trug zu meiner Entscheidung bei, dass ich nicht auf die Rückkehr von Frau Dr. Ladig warten konnte. Es musste sofort etwas geschehen. Nach einem langen Gespräch mit einer Chirurgin des Praxiteams Grußendorf musste ich mich von Evin verabschieden, da sie gleich in der Klinik bleiben musste. Sie bekam starke Schmerzmittel und konnte danach sicherlich endlich schlafen, ohne Schmerzen leiden zu müssen.
Am Freitag dann wurde Evin operiert. Man hatte mich gleich darauf vorbereitet, dass das Bein vielleicht nicht mehr zu retten sei. Ich machte die Dringlichkeit deutlich, dass alles versucht werden sollte, denn meiner Meinung nach ist Evin auf ihr Vorderbein angewiesen, da ja auch ihre Hüfte nicht in Ordnung ist.
Zermürbende Stunden des Wartens vergingen. Wir durften erst am Abend in der Klinik anrufen, um uns zu erkundigen, wie es verlaufen sei.
Jeder, der ein Tier sein eigen nennt, weiß, was wir an diesem Tag durchgemacht haben.
Endlich, um neunzehn Uhr, konnte ich in der Klinik anrufen, doch der Chirurg, der die OP durchgeführt hatte, war noch in der Behandlung und wollte zurückrufen. Wenigstens wussten wir zu diesem Zeitpunkt, dass Evin die Operation hinter sich hatte und es ihr soweit gut ging. Leider wussten wir nicht, ob ihr Bein gerettet werden konnte.
Weitere anderthalb Stunden des Wartens vergingen, bis Dr. Grußendorf uns dann endlich mitteilte, dass alles gut verlaufen sei und er sehr zufrieden mit der Operation war. Ihr Bein konnte gerettet werden. Ob diese Rettung von Dauer sein wird, werden die nächsten Wochen zeigen.
Evin befindet sich noch immer in der Klinik und wir wissen nicht, wann wir sie wieder abholen dürfen. Momentan bleibt uns nur ein Anruf am Tag, um zu hören, wie es ihr geht. Wir vermissen sie sehr und hoffen, dass sie bald wieder bei uns sein kann.
Natürlich wird diese wiederholte OP Kosten verursachen, die von uns nicht eingeplant waren und wir sind an dieser Stelle für jede finanzielle Unterstützung sehr dankbar!
Wenn Sie Evin unterstützen möchten, verwenden Sie bitte folgende Bankverbindung:
Fellgesichter in Not, Kto. 163 540 3437, BLZ: 26550105, Sparkasse Osnabrück, Verwendungszweck: OP Evin
Wir sagen DANKE, auch im Namen von Evin!
27.05.10
Ich bin wieder hier, in meinem Revier...
Gestern abend haben Herrchen und Frauchen mich aus der Klinik abgeholt!
Dort habe ich fast eine Woche verbracht und konnte gar nicht verstehen, warum ich dort bleiben musste. Ich hab mein Zuhause so sehr vermisst!
Nach meiner Operation ging es mir nämlich wieder besser und ich wäre so gerne nach Hause gelaufen, durfte ich aber nicht!
Stattdessen war ich in Einzelhaft! Ich musste meine Zeit in einem Zwinger verbringen, in dem es kein Sofa gab. Nicht mal einen Sessel! Könnt ihr euch das vorstellenω
Wie soll man denn ohne Sofa gut schlafen können.
Als Frauchen mich letzten Donnerstag in die Klinik gebracht hat, habe ich im Wartezimmer auch versucht, auf einen Sessel zu klettern, trotz meines gebrochenen Beines. Durfte ich aber nicht! Frauchen hat´s verboten!
Ich dachte schon, sie hätte mich deshalb alleine gelassen, weil sie böse war, weil ich auf den Menschensessel wollte oder weil ich mir das Bein gebrochen habe.
Die Leute in der Klinik waren wirklich alle nett zu mir und die Menschen mit den weißen Kitteln haben mir jeden Tag gesagt, dass sie sehr zufrieden mit mir seien und wie tapfer ich doch wäre.
Darüber habe ich mich sehr gefreut, aber trotzdem war ich traurig, weil mir mein Rudel gefehlt hat.
Gestern abend dann hat mich eine nette Tierarzthelferin an die Leine genommen und mich rausgeführt. Ich dachte, wir würden zum Pippi machen gehen, aber nein!
Draußen standen Herrchen und Frauchen und haben auf mich gewartet.
Als ich sie gesehen habe, musste ich weinen und habe am ganzen Körper gezittert vor Freude! Da wurde mir auch klar, warum mich die Tierarzthelferin nachmittags in die Badewanne gesteckt hat und mich hübsch gemacht hat. Weil ich nach Hause durfte!
Ich habe mich so sehr gefreut! Auf dem Rückweg musste ich ständig aufstehen und aus dem Fenster schauen, ich konnte es gar nicht erwarten, endlich zu Hause zu sein!
Da hat Herrchen dann geschimpft, dass ich mich hinlegen solle. Aber ich konnte nicht! Die Aufregung war zu groß! Und dann endlich hielt Herrchen an, öffnete den Kofferraum und trug mich ins Haus.
Die anderen Hunde freuten sich auch sehr, mich zu sehen. Sogar Momo hat mich begrüßt. Sie würde es zwar nicht zugeben, aber ich glaube, sie mag mich.
Frauchen hat mich dann auf´s Sofa gehoben und ich habe mich vor Freude und weil ich sie so vermisst habe, ganz nah an sie gekuschelt und jedes Streicheln genoßen.
Irgendwann hat dann Herrchen Frauchen abgelöst und mich weitergestreichelt.
Heute nacht habe ich dann endlich wieder richtig gut geschlafen!


Jetzt habe ich ein Gestell an meinem Bein, das ist so groß wie ein Wespennest und stört unheimlich beim Laufen. Aber Frauchen hat mir schon deutlich gemacht, dass ich gar nicht viel laufen darf in den nächsten Wochen. Mist! Eure Evin
04.06.10
Ihr seid verrückt!!! Ich dreh durch...
Frauchen hat mir erzählt, wie viele Email ich bekommen habe von Euch! Und wie viele Spenden! Ich bin total überrascht, wie viele Freunde ich habe und dass ihr alle so viel an mich denkt und mit mir fühlt, ist der Wahnsinn!
Ich möchte euch allen danken für Eure Hilfe! Für mich haben gespendet:
Pia & Peter Gunselmann & Familie, Karin Held-Werner, Felicitas Kalus, Tanja Könies, Sabine & Egon Heil, Petra Jülich, Tanja Stagge, Katharina Hauser, Andrea Brückner-Schoeler, Carola Dierkes, Ruth & Jens Krahe, Manuela Weber, Andrea van Vorst
Momentan fällt es mir wirklich schwer durchzuhalten. So viele Wochen noch muss diese wilde Konstruktion an meinem Bein bleiben und Herrchen und Frauchen müssen alles zweimal am Tag sauber machen und neu verbinden. Ich trau mich gar nicht, mein Pfötchen aufzusetzen und manchmal mag ich nicht mal in der Sonne liegen. Aber mein Rudel kümmert sich so viel und so lieb um mich! Ich hoffe, dass es mir bald wieder besser geht! Eure Evin

10.06.10
Lebendige Quietschtiere
Gestern durfte ich Frauchen beim Fotografieren helfen. Dazu habe ich eins von meinen Quietschis bekommen und durfte darauf herumbeissen, dass es nur so quietschte! Die meisten Hunde machen dann vor Aufregung ganz tolle Ohren, so wie ich:

Das sieht hübsch aus, und wenn die Hunde hübsch aussehen, finden sie schneller ein liebes Zuhause, sagt Frauchen. Also habe ich wie wild gequietscht und die Hunde haben ganz hübsche Ohren gemacht. Außer Emil, der interessiert sich nicht für Quietschis, aber der ist ja ohnehin hübsch mit seinem dicken Pelz! Ich steh allerdings mehr auf die natürlichen Hunde mit kurzem Fell, so wie es der Hannibal hat.

Ich muss ja ehrlich zugeben, ich bin ein bißchen verliebt in Hannibal und immer, wenn ich ihn sehe, versuche ich mit ihm zu flirten. Wenn Frauchen mich dabei erwischt, verbietet sie mir es sofort und sagt, ich solle lieber auf mein Bein aufpassen....bääähhh!
Nachdem ich mit dem Gequietsche fertig war, bin ich zum Ausruhen zum Teich gegangen und hab mich dort ein wenig hingelegt. Da kommt doch plötzlich eine Wanderratte an mir vorbeigewandert! Ich lag wohl versehentlich auf dem Rattenwanderweg, der hinter dem Teich zum Carport führt und dann über das Carportdach hinauf auf den Kornspeicher, quasi zum Rattenschnellimbiss. Als die Ratte mich bemerkte, fing sie ganz laut an zu kreischen. Sie klang fast so wie meine Quietschis, nur etwas schriller. Natürlich kam Frauchen sofort angelaufen!

Ich hab nix gemacht! Ehrlich nicht!

Ich habe auch keine Ratte in der Schnauze! Schau selbst! Oben nix und unten nix!

Ich hab bloß ein bisschen Gras gefressen. Ehrlich Frauchen!

Oh, da quietscht jemand auf meinem Quietschi! Ich glaub, ich spinne!
Eure Evin
25.06.10
Nun schaut euch das mal an:

das bin ich mit Herrchen! Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass ich mich nie so sehr freue, wenn Herrchen mir mein Bein verbindet. Aber ich finde, Herrchen ist schon sehr genau getroffen, oder?
Gemalt hat das Bild der Daniel. Das ist der Neffe von Herrchen. Daniel und seine Frau Daniela waren am Wochenende bei uns, um sich Dafni anzusehen. Denn sie sind auf der Suche nach einem zweiten Hund. Ich fand sie sehr nett. Aber Dafni fand sie furchtbar. Und als Daniel dann noch hinter Dafni hergegangen ist, um ihr ein Schweineohr zu geben, ist sie vor Angst fast die Wand in Frauchens Zimmer hoch gelaufen. Mal ganz ehrlich, die spinnt, die Dafni! So ist es nämlich jedesmal, wenn jemand kommt, um sich Dafni anzusehen.
Frauchen seufzt dann und fragt: "Wie sollen wir dich jemals vermitteln?" Dafni sieht Frauchen dann mit großen Augen an und erwidert: "Gar nicht!" Ich glaube, auch, wenn Dafni nicht in Menschensprache spricht, versteht Frauchen sie trotzdem, denn nach Dafnis Antwort schüttelt sie jedesmal ratlos den Kopf. Also, wenn es dort immer Schweineohren gibt, könnte ich mir ja mal überlegen, ob ich nicht deren Zweithund seien möchte.
Oh je, ich hoffe, Herrchen liest das hier nicht, dann ist er bestimmt sauer, dass ich überhaupt darüber nachdenke, hier auszuziehen. Und dann auch noch wegen Schweineohren...
Eure Evin
08.07.10
Regentanz
Uns ist es warm! Einfach zu warm! Und es will nicht regnen! Eigentlich finden wir Regen alle blöd, aber nur Hitze ist auch blöd!
Und als wir gestern so im Garten abgechillt haben, meinte Momo plötzlich, ob wir nicht einen Regentanz machen wollten. "Ja, kannst du das dennω" fragte Dafni. "Na, klar!" meinte Momo stolz. "Schließlich habe ich lange genug auf der Strasse gelebt, da lernt man sowas!" Püühh, Momo und auf der Strasse gelebt! Dabei weiß ich, dass sie wohlbehütet bei einer Züchterin geboren wurde und dann bei Frauchen einziehen durfte. Aber andererseits erzählt uns Momo oft Geschichten von der Strasse. Auch, wenn sie bei Frauchen gelebt hat, so ist sie wohl regelmäßig nur so zum Spaß ausgerissen und ist durch die Gegend gezogen. Verrückt!
Alle waren einverstanden mit dem Regentanz und Momo sagte, wir müssten uns im Halbkreis hinlegen. Das haben wir dann auch getan.

Und Momo hat geguckt, ob wir auch alles richtig machen. Sie hat sogar zugelassen, dass Gypsy mitmacht. Dann hat sie angefangen, vor sich hinzubrummen. So ganz tief...

Und danach fing sie an, auf dem Boden herumzukratzen und dabei komische Wörter zu sagen... Das war schon ein bißchen unheimlich.

Zwischendurch hat sie uns angeschnauzt, wenn wir miteinander geflüstert haben: "Klappe halten!"

Schließlich hat sie sich dann zu uns gelegt und weiter gebrummt. Wir durften uns eigentlich noch immer nicht rühren, aber Dafnis Bein war eingeschlafen und Dafni musste sich etwas entspannen.

Natürlich hat Momo es gemerkt und Dafni angemeckert.

Aber dann kam Herrchen und wir haben ganz schnell unseren Halbkreis aufgelöst. Denn wer weiß, was Herrchen mit uns gemacht hätte, wenn er gesehen hätte, dass wir zaubern können...

Und ratet mal was! Abends hat es dann immer noch nicht geregnet. Und wisst ihr, was Momo da gesagt hat? Es läge an Gypsy. Sie sähe so zerrupft aus, so könne sie einfach nicht arbeiten! Außerdem würde sie stinken. Also, wenn das keine Diskriminierung ist! Wißt ihr, was ich glaube? Momo kann gar keinen Regentanz!
Eure Evin
20.07.10
Herrchen & Ich
Wisst Ihr, was das Schönste für mich ist? Wenn Herrchen abends zuhause ist und Zeit für mich hat. Frauchen ist ja echt toll, aber wenn Herrchen da ist, das ist doch was ganz anderes! Herrchen hab ich sooo lieb. Unter uns, eigentlich brauche ich Frauchen gar nicht. Herrchen würde mir reichen.
Wenn Herrchen was sagt, dann höre ich auch sofort. Außer wenn ich Pippi machen soll. Dann ist es mir doch lieber, wenn Frauchen mit mir auf´s Mädchenklo geht.
Und mit Herrchen kuscheln ist auch super! Leider liegt meistens Frauchen neben Herrchen auf dem Sofa und ich muss mich erst langwierig durchsetzen. Ich hüpfe dann zu Frauchens Füßen auf´s Sofa und leg mich neben sie. So nah, dass Herrchen schon mal anfangen kann, mich zu streicheln. Dann versuche ich, mit meinem dicken Po den dicken Po von Frauchen an die Seite zu schieben. Das ist fast der schwierigste Moment, denn Frauchen hat ja bekanntlich genauso einen Dickkopf wie ich und ist nicht bereit, ihren Platz an Herrchen Seite ohne Kampf aufzugeben. Aber ich kann auch kämpfen, jawoll!
Und nach einer Weile habe ich es dann geschafft. Frauchen steht auf und geht in den Sessel. Falls der nicht gerade mit Momo oder Scully besetzt ist.


Herrchen ist der Beste!!! Und jetzt geh ich schlafen...
Oh je, was ist das? Es donnert und blitzt! Ein Gewitter!!! FRAUCHEN....darf ich in dein Bett? Ich habe ANGST!
Ganz ehrlich? Ich habe Frauchen auch lieb! Und beschützen kann nur Frauchen uns vor Gewitter. Herrchen denkt, dass man Gewitter mit Schnarchen vertreiben kann. Aber das stimmt gar nicht!
Eure Evin
11.08.10
Es ist viel passiert in den letzten Wochen! Mein Fixateur ist nun Geschichte und ich muss anfangen, das Laufen neu zu lernen. Anfangs war ich sehr vorsichtig und hab mich noch gar nicht so recht getraut, spazieren zu gehen. Aber mittlerweile habe ich schon wieder richtig Spaß im Wald und auf den Wiesen. Am liebsten gehe ich mit meinem ganzen Rudel spazieren. Aber da ich noch keine großen Runden laufen kann, gehe ich meistens mit Herrchen, Frauchen, Dafni und Momo spazieren. Oft nehmen wir auch Gypsy mit, die auch noch nicht so viel laufen darf. Dann schnüffeln wir zusammen die Wege ab und fressen gemeinsam Gras. Das macht Spaß!
Außerdem kommt jetzt auch ein Mann zu uns, der mich massiert und meine Beine bewegt. Ich weiß noch gar nicht, was ich davon halten soll. Denn wenn ich ihm sage, dass es wehtut, erwidert er, dass ich tapfer sein soll und es noch ein wenig aushalten soll. Pühh, der hört einfach nicht auf mich! Als er das erste Mal da war, musste Herrchen mit mir die Strasse auf- und ablaufen. Ich war an der Leine und musste mit, ob ich wollte oder nicht. Dann sollten wir wie blöd im Kreis laufen. Und der Mann, Konstantin heißt er, hat davon Videoaufnahmen gemacht. Irgendwann war ich so erledigt, dass ich einfach auf der Strasse sitzengeblieben bin. Und niemand konnte mich überreden, noch weiterzulaufen. Da hatte endlich auch Konstantin ein Einsehen und hat gesagt, er hätte genug gesehen. Ja, das glaube ich aber auch!
Als er dann das nächste Mal da war, hatte er eine große Matte mit. Ich sollte mich drauflegen und dann wurde ich massiert, meine Beine wurden bewegt und durchgeschüttelt. Das war wirklich ein komisches Gefühl! Aber die Matte war sehr angenehm. Das war eine Magnetfeldmatte, leider nicht in rosa!
Eure Evin



