Fellgesichter in Not e.V.

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Chagalls Tagebuch

Letzter Eintrag: 18.07.09

Chagall

...ohne Plan B



Herzlich willkommen in meinem Tagebuch!
Ich habe mir einen Ghostwriter besorgt und nun könnt Ihr hier meine Entwicklung verfolgen!


Chagall ist ein Hirtenhundmix wie sie in der Gegend von Thessaloniki oft vorkommen.
Diese Hunde sind sehr sensibel, brauchen aber auch von Klein auf eine sehr konsequente Erziehung.

Viele von ihnen haben zusätzlich noch das Problem, dass sie recht unsicher sind und ihrer eigentlichen Aufgabe, eine Gelände oder das Vieh zu bewachen, nicht gewachsen sind.

Chagall kam als Welpe in die Familie und was sich im ersten Jahr ereignete, weiß ich nicht.
Die Probleme begangen circa Anfang des Jahres. Chagall zeigte Aggressionen gegen Artgenossen sowie auch gegen Familienmitglieder.
Die Familie kam immer weniger mit ihm zurecht und meldete sich dann im Mai, weil sie dringend Hilfe benötigten.
Eine Hundeschule hatten sie noch nicht besucht.
Aber nun wurde ein Termin gemacht und nachdem die Familie den Hund zunächst abgeben wollte, hieß es nun, alles sei okay und man käme schon irgendwie zurecht.

Doch noch am selben Tag erhielt ich den Anruf, dass es doch nicht ginge und der Hund weg müsse.
Wir vereinbarten, dass eine Hundetrainerin, die Chagalls Frauchen ausgesucht hatte,
die Familie besuchen sollte um zu schauen, ob man die Probleme nicht irgendwie in den Griff bekommen könne.
Denn natürlich war Chagall ein geliebtes Familienmitglied und sollte bleiben.

Ich telefonierte mit der Trainerin und bat sie um eine Einschätzung des Hundes.
Mit der Familie vereinbarte die Trainerin, dass man eine Maulkorb aufsetzen und Chagall dann einfach laufen sollte. Sie wollte so beurteilen, wie weit Chagall gehen würde.

Chagall ging sehr weit. Wenn er keinen Maulkorb gehabt hätte, hätte er sie sicherlich gebissen und auch trotz Maulkorb hatte er sie ein wenig erwischt.
Die Trainerin war völlig entsetzt und teilte mir mit, der Hund hätte einen Tumor und müsse eingeschläfert werden.
Auf jeden Fall müsse er sofort aus der Familie entfernt werden, er wäre eine große Gefahr.
Da ich mich zu diesem Zeitpunkt mit der zuständigen Dame unseres Vereins nicht beraten konnte und sehr erschrocken über diese Beurteilung war, stimmte ich zu, den Hund für ein paar Tage im Tierheim unterbringen zu lassen.
Denn natürlich hat die Sicherheit der Kinder, die ihm Haushalt leben und um die sein Frauchen Angst hatte, oberste Priorität.

Doch es dauerte nicht lange, bis mich die Familie wieder anrief, weil nicht nur Chagall litt wie ein Hund, sondern die ganze Familie!
Also stimmte ich zu, dass sie den Hund wieder mit nach Hause nehmen durften.
Die Mitarbeiter des Tierheims gaben der Familie die Adresse einer Hundeschule, bei der sie Chagall vorstellen sollten, was dann auch geschah.
Diese Trainerin erklärte, von Chagall gehe eine große Gefahr aus und er dürfe auf keinen Fall in diesem Haushalt bleiben.

Die Frage, wohin mit ihm klärte sich in diesem Moment, denn von dem ganzen hin- und her völlig entnervt, entschieden mein Mann und ich, Chagall bei uns aufzunehmen und uns selbst ein Bild zu machen.
Der Vorschlag, Chagall auf jeden Fall erstmal kastrieren zu lassen, lehnte die Hundetrainerin rigoros ab, denn das würde bei einem Hirtenhund mitunter katastrophale Folgen haben.


Chagall zieht ein

Sonntag früher nachmittag, Mittagsruhe!
Chagall wurde uns von Tierschutzhelfern gebracht. Wir waren sehr neugierig, was uns nun erwartete.
Chagall saß mit Maulkorb in seiner Box.
Das Paar, welches ihn gebracht hatte, öffnete den Kofferraum und vorbei war es mit der Stille!
Einen dermaßen aggressiven Hund hatten wir wohl noch nicht gesehen. Chagall knurrte und bellte, was das Zeug hielt. Er schnappte nach uns und gebärdete sich wie ein wilder Stier.
Wir waren ein wenig ratlos, wie wir ihn überhaupt aus der Box bekommen sollten.
Erstmal brachten wir ihn in den Hunderaum und öffneten vorsichtig die Box.
"Zurücktreten bitte, Vorsicht an der Box, Hund kommt raus!"

Chagall hatte wirklich sehr schlechte Laune, aber das Schlimmste war, dass er sich nicht mit den anderen Hunden vertrug und sofort versuchte, die anderen Hunde zu dominieren und sich bei Michaels Hund Schroeder auch gleich so gut einführte, dass an eine Freundschaft in diesem Leben wohl nicht mehr zu denken ist.
Wenigstens beruhigte er sich in den nächsten Stunden soweit, dass wir ihm den Maulkorb abnehmen konnten.
Er ließ sich sogar streicheln und genoß es auch sehr.
Chagall erkundete die Wohnung und stieß bei seinem Rundgang auf einen alten unkastrierten Rüden, den er sich dann auch sofort zur Brust nahm. Da er noch immer angeleint war, konnten wir ihn schnell aus der Situation entfernen.
Von da an passten wir genau auf, wo Chagall sich befand und wer in seiner Nähe war.
Am späten Nachmittag machte Chagall einen zunehmend erschöpften Eindruck und wir holten sein Kissen, welches seine Familie für ihn mitgegeben hatte.

Ich glaube, ich werde die folgenden Minuten wohl nie vergessen.
Ich betrat mit dem roten Kissen die Küche und legte es in einen Korb.
Chagall sprang blitzschnell in den Korb, setzte sich auf sein Kissen und knurrte aggressiv alles an, was zufällig in seiner Nähe war.
Das war wieder einer der Momente, wo ich dachte: man lernt nie aus!
Okay, also kein Kissen für den Chagall.
Wir lockten ihn aus dem Korb und ich nahm ihm das Kissen weg.
Ich versuchte, mit dem Kissen die Küche zu verlassen und musste Stühle zwischen mich und Chagall stellen, um mich vor ihm zu schützen.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, wie richtig die Entscheidung war, Chagall abzugeben.

Im Laufe des Nachmittages entschieden wir, Chagall getrennt von den anderen Hunden unterzubringen, da seine Unverträglichkeit immer mehr zum Vorschein kam und wir es nicht riskieren konnten, ihn mit den anderen Hunden zusammen zu lassen.
Wir richteten ihm einen Schlafplatz in unserem Hundebadezimmer ein und ließen in dann erstmal ein wenig zur Ruhe kommen.

Jedesmal, wenn wir den Raum betraten, wurden wir angeknurrt und er versuchte auch, nach uns zu schnappen. Allerdings kamen uns diese Versuche doch eher halbherzig vor.
Wir hatten uns eine "künstliche Hand" gebastelt (ein Handschuh auf einem Besenstiel), damit berührten wir ihn und streichelten ihn, was uns meist ein böses Knurren einbrachte.
Manchmal konnten wir ihn auch direkt streicheln, ohne dass er knurrte.
Sein Verhalten war zu diesem Zeitpunkt so unberechenbar, dass wir sehr auf der Hut waren, wenn wir uns mit ihm beschäftigten.

Als ich ihn am nächsten Morgen nach einen Spaziergang, getrennt von den anderen Hunden, in sein Zimmer brachte, drängte er mich an den Rand der Badewanne und stand zwischen mir und der Tür. Es war eine blöde Situation und ich kam weder vor noch zurück.
Ich griff nach hinten zum Duschkopf und stellte das Wasser an.
Ein kleinlauter Chagall sprang erschrocken auf sein Kissen und gab endlich Ruhe.
Also gab ich ihm in nächster Zeit die Möglichkeit, entweder ein lieber oder ein nasser Chagall zu sein.
Zu diesem Zeitpunkt merkten wir auch, dass er durchaus zeigte, dass er sich uns unterordnete.
Dies ließ hoffen, dass wir die Mensch-Hund-Situation in den Griff bekommen würden.
Viel mehr Sorgen bereiteten mir die Hunde.
Wenn ein unkastrierter Rüde an seiner geschlossenen Zimmertür vorbeiging, knurrte es drinnen böse und er gebärdete sich hinter der Tür wie ein Wilder.

Vorsorglich hatte ich bereits vor seiner Ankunft einen Termin zur Kastration vereinbart, denn es war durch die Erzählungen seiner Familie offensichtlich, dass seine Hormone so sehr verrückt spielten, dass sie einen großen Teil seiner Aggression gegen die Hunde ausmachten.

Gleich am Dienstag war es soweit und ich fuhr mit Chagall zu unserer Tierärztin.
Chagall trug vorsorglich einen Maulkorb. Ich war sehr nervös und hoffte, dass alles gut ging.
Wir betraten das Wartezimmer und Chagall wurde von einer freundlichen Helferin begrüßt: "Hallo, du bist aber ein Süßer!"
"Grrrrrrrrr!!!" knurrte es aus dem Maulkorb zurück.
Irgendwie schafften wir es, ihn auf die Waage zu bekommen.
Frau Doktor betrat den Raum und begutachtete ihn. "Können wir wohl eine Kanüle legen?" überlegte sie.
"Ganz schlechte Idee!"
Also beschloss sie, ihm die Spritze intramuskulär zu verabreichen.
Die Helferin und ich keilten Chagall regelrecht von links und rechts ein und die Ärztin gab ihm eine Spritze.
Soweit war es geschafft.

Ich überließ Chagall seinem Schicksal und fuhr erleichtert nach Hause.
Meine Freundin holte einen kastrierten Chagall später wieder ab.
Er hatte noch miesere Laune als in den letzten zwei Tagen. Ich brachte ihn zurück in sein Zimmer, wo er sich erstmal ausschlafen konnte.

Chagall trug nun einen Kragen, der sich auch in seiner Erziehung als sehr hilfreich erwies.
Wenn er anfing, andere Hunde zu fixieren, konnten wir sehr leicht eine Blickkontaktunterbrechung erreichen.
Chagall war mit seiner Kastration sehr unzufrieden. Auf seinen Spaziergängen setzte er sich alle zwei Meter hin, weil ihm das Laufen unangenehm war.

Wenigstens besserte sich das Verhältnis zu uns von Tag zu Tag.
Chagall wurde immer weniger nass, aber dafür umso mehr gestreichelt.

In den nächsten Tagen machten wir nur kleinere Spaziergänge mit ihm, denn seine Kastration belastete ihn sehr. Die Narbe fing an zu heilen, es juckte und Chagall fühlte sich sichtlich unwohl in seinem Fell.

Aber trotzdem konnten wir hier und da kleine Erfolge verbuchen. Besuch wurde nur noch kurz angeknurrt und es reichte, wenn man ihm mitteilte, dass er dazu keine Berechtigung hatte. Wir stellten auch fest, dass er Menschen aus Unsicherheit anknurrte. Die Rute war eingezogen und die Haltung leicht nach hinten ausgerichtet.
Man kann ja nie wissen, wann man die Flucht ergreifen muss.
Es gab auch durchaus Personen, die gar nicht angeknurrt wurden, sondern sogar mit einem Schwanzwedeln begrüßt wurden.
Auch, wenn das Problem mit den Menschen noch nicht im Griff war, waren wir uns sehr sicher, dass hier nur ein wenig Erziehung von nöten war, um Chagall "gesellschaftsfähig" zu machen.
Als unsere Hundetrainerin Marei einen Spaziergang mit ihm machte, ließ er sich auch sehr schnell von ihr streicheln und führte auch brav alle Befehle aus, die sie ihm gab, obwohl er sie nur einmal vorher gesehen hatte.


Die Arbeit beginnt!

Endlich war es soweit. Chagall war quasi wieder im Einsatz und wir konnten nun beginnen, mit ihm zu arbeiten.
Er akzeptierte uns bereits sehr gut als seine Rudelführer, aber dies tat er nur solange, wie er kein Interesse daran hatte, sich anders zu verhalten wie wir es uns wünschten.
Standen allerdings seine Interessen im Vordergrund, hatten wir mächtig mit ihm zu tun, obwohl er nun nicht mehr versuchte, sich auf aggressive Art durchzusetzen, sondern einfach durch Sturheit und Ungezogenheit.

Chagalls Interessen sind einfach strukturiert:

- auf Spaziergängen mindestens dreißigmal markieren, denn schließlich muss jeder Hund wissen, dass er nun der neue Platzhirsch von Lotte ist.
- seinen Futternapf verteidigen und böse hinter der Tür knurren. Schließlich weiß man nie, welcher Hund Türen aufmachen kann
- sich auf andere Hunde stürzen, sobald sich die Gelegenheit ergibt.
Findet man gerade keinen unkastrierten Rüden, tut´s auch ein anderer Hund
- an der Leine immer dorhin ziehen, wo es interessant riecht und den "Klotz" am anderen Ende der Leine möglichst schwungvoll mitziehen
- Jagen!!! Alles, was sich bewegt wird gejagt, wobei man sich spontan in die Leine hängt und alles gibt, um hinterher zu kommen

Unsere Interessen sind natürlich genauso einfach strukturiert:

- auf Spaziergängen höchstens dreimal markieren. Wenn hier einer Platzhirsch ist, dann ist es Michael, der sich aber leider nicht überwinden kann, an jeden Pfahl zu pinkeln
- das Futter gehört uns und wird von uns gnädigerweise verteilt. Obwohl die Angst, dass ein Hund die Tür öffnen würde, durchaus berechtigt ist. Das können hier mehr Hunde, als es zugeben
- anderen Hunden höflich und zurückhaltend begegnen und auch die Rangordnung beachten
- partnerschaftliches nebeneinander her gehen und NICHT an der Leine ziehen.
- es wird nichts gejagt: weder Federvieh, noch Kaninchen, Hasen, Rehe oder gar Cleos Babys!


Chagall bei der Quadratübung:

arbeiten mit Herrchen ist klasse:-)

                         mit Frauchen aber auch...

tritt mir nicht auf die Pfötchen...

                         Vertrauen ist alles...

...bin ich ko! Wann gibt´s was zu fressen???



Chagall macht Party!

Gestern war mal wieder Lazy Sunday und nachdem wir die "Arbeit" hinter uns gebracht hatten, haben wir es uns im Garten gemütlich gemacht, um noch ein wenig zu reden und gemeinsam zu grillen.

Also jede Menge fremder Menschen und Hunde! Genau die richtige Gelegenheit, um ein wenig mit Chagall zu üben.
Ich setzte ihm den Maulkorb auf, nahm ihn an die Leine und ließ ihn in den Garten.
Chagall war sehr empört, als er feststellte, was in seinem Garten los war.
Er plusterte sich auf und stürzte sich mal wieder auf den nächstbesten Hund.
Offensichtlich war er mit der Situation völlig überfordert und reagierte so, wie er es seit Monaten gewohnt war.
Ich nahm also den Wassereimer zur Hilfe und klapperte ein wenig damit herum.
Sofort war Chagall tief beeindruckt und nahm sich zurück.
Auch hier hatte er mit den Menschen keine Probleme und nach einer kurzen "Anwärmphase" von ein paar Minuten ließ er sich von jedem streicheln und kuschelte, was das Zeug hielt.

Auch die fremden Hunde waren nach kurzer Zeit kein Problem mehr.
Er fing an, mit einem Austrailian Shepherd zu spielen. Die beiden verstanden sich super und konnten wirklich den ganzen Abend miteinander toben, ohne dass es zwischen ihnen zum Streit kam.

Spät abends ging dann ein müder aber glücklicher Chagall auf sein Kissen zum Schlafen:-)

Futterakrobatik

Aber das Leben besteht nicht nur aus Spaß!!!
Chagalls Erziehung erweiterte sich wieder ein Stück. Bis jetzt musste er sich brav auf seinen Platz begeben, wenn wir mit seinem Napf den Raum betraten und durfte erst nach einem Hörzeichen mit dem Fressen anfangen.
Doch mit dieser einfachen Disziplin ist nun auch Schluss!
Wir betreten den Raum mit seinem Futter und stellen es in seiner Kopfhöhe ab.
Natürlich ist es ihm verboten, sich einfach zu bedienen.
Als ich die Übung mit ihm begann, saß ich einfach nur da und wartete, was Chagall sich einfallen ließ.
Er war völlig aufgeregt und tänzelte hin- und her. Dann setzte er sich, um gleich darauf wieder aufzuspringen.
Es dauerte nicht lange, dann versuchte er es damit, sich hinzulegen und mich anzusehen. Bingo! Ich hielt ihm eine Hand voll Futter hin.
Er inhalierte es förmlich und sprang wieder aufgeregt herum. Doch diesmal begriff er sehr schnell, dass es für ein braves Liegen und Schauen etwas gibt.
Chagall lernt wirklich in Lichtgeschwindigkeit!
Wenn nur noch ein Rest übrig ist, stehe ich auf, gehe zum Waschbecken um mir die Hände zu waschen.
Chagall würde sich liebend gerne auf das restliche Futter stürzen, aber er weiß mittlerweile, dass gibt Ärger! Also wartet er brav, bis ich das Futter auf den Boden stelle und ihm ein Hörzeichen gebe.
Ich freue mich jeden Tag auf´s Neue über seine Fortschritte:-)



Chagall & Sunny

...ohne Worte

Video 1

Video 3

Video 2


Katzen sind keine Hasen
und Hundetrainer/in ist kein Ausbildungsberuf, leider!


Als ich heute morgen mit Chagall gerade eine Straße überquerte, saß sie im Gras. Eine schwarz weiße Katze!
Oh je! Ich konzentrierte mich ganz auf Chagall und hielt die Leine mit beiden Händen fest. Seine spontanen Aktionen kannte ich ja nun zu Genüge.
Chagall beobachtete die Katze und folgte mir dann ganz entspannt.
„Frauchen, Katzen sind doch keine Hasen!“ schienen seine Augen zu sagen.
Na gut! Ich bin froh, dass er nicht wie ein geölter Blitz losgeschossen ist und mir dadurch einen Freiflug spendiert hat.
Chagall ist nun über einen Monat bei uns und hat mit dem Hund, der hier ankam, nur noch wenig zu tun!
Er findet Menschen toll und liebt es, neue Menschen kennenzulernen.
Auch mit vielen Hunden kommt er mittlerweile klar.
Ich bin zwar der Meinung, dass es immer wieder Hunde geben wird, die er grundsätzlich nicht ausstehen kann, aber ich denke, damit lässt sich leben.

Ich bin sehr froh, dass wir ihn zu uns geholt haben, denn wahrscheinlich wäre eine Katastrophe mit ihm nicht ausgeblieben.
Es ist in seiner Erziehung eine große Menge versäumt worden und seine Leute hätten sich sehr viel früher Hilfe holen müssen.
Aber als es dann soweit war und sie Hilfe in Anspruch nahmen, war das Ergebnis leider eher kontraproduktiv und hat seine Familie noch mehr leider lassen!
Eine Hundetrainerin, die mir am Telefon versicherte, dass sie große Erfahrung mit Hirtenhunden hätte und bereits sehr viele Seminare bei Günther Bloch besucht hätte, war der Ansicht, dass Chagall einen Tumor hat (wie berichtet).
Wäre es nach ihr gegangen, wäre Chagall jetzt tot. Sie hat mir am Telefon sogar angeboten, „das“ in die Wege zu leiten, ohne es seiner Familie mitzuteilen, die ihrer Meinung nicht in der Lage wäre, eine solche schlimme Nachricht zu verkraften.
Verständlicherweise, da Chagall sich nunmehr noch immer seines Lebens freut und noch immer keinen Tumor hat.

Doch auch die zweite Trainerin war nicht wirklich hilfreich.
Wenigstens erkannte sie den Ernst der Lage und sprach sich dafür aus, dass Chagall sofort die Familie verlassen müsse, was auch eine sehr sinnvolle Auskunft war, jedoch warnte sie nachdrücklich davor, ihn kastrieren zu lassen, da es bei Hirtenhunden grundsätzlich negative Folgen hätte, wenn man sie kastrieren ließe.
Leider sperrte sich seine Familie aufgrund dieser Aussage total dagegen, den Eingriff erst durchführen zu lassen, bevor sie ihn abgaben.
Dies hatte für Chagall zur Folge, dass er noch mehr Stress durchleben musste, kurz nachdem er bei uns eingezogen war und das hätte sich auf jeden Fall vermeiden lassen.
Diese Trainerin hätte sofort erkennen müssen, dass Chagall solch große Probleme mit seinen Hormonen hatte, dass eine Kastration unumgänglich war.
Erst danach war es überhaupt möglich, mit ihm Kontakt aufzunehmen und ihn zu lenken.
Man sollte immer vorsichtig sein mit Pauschalisierungen, sowohl was das Kastrieren von Rüden betrifft als auch bei der Einschätzung von Hundetrainern.
Doch leider ist Hundetrainer nun mal kein Ausbildungsberuf und jeder, der einen Hund von einer Katze unterscheiden kann und zudem noch viel Geld verdienen möchte, kann Hundetrainer werden und dem Laien ist leider nicht ersichtlich, ob ein Hundetrainer wirklich etwas von seinem Handwerk versteht oder einfach nur schlau tut!
Alle drei Hunde, die hier mit Maulkorb "angeliefert" wurden, waren "Opfer" sogenannter Hundetrainer.
Am meisten entsetzt hat mich ein Hund, der sogar Antidepressiva in seinem Gepäck hatte, da die Trainerin anhand von Psychopharmaka herausfinden wollte, ob der Hund denn nun grundsätzlich aggressiv war oder ....tja, keine Ahnung! Was auch immer...

Als erstes flogen die Tabletten in den Müll und nach einiger Zeit ist es uns gelungen, für diesen Hund ein wunderbaren Zuhause zu finden!

Also möchte ich grundsätzlich jeden bitten, bei der Wahl nach einem geeigneten Hundetrainer sehr skeptisch zu sein und alles, was einem komisch vorkommt, auch zu hinterfragen.

Was Chagall betrifft, so ist aus ihm ein lieber und fröhlicher Kamerad geworden.

Nun ist das Tagebuch zwar noch nicht geschlossen, aber die Arbeit mit Chagall ist insofern beendet, dass er keine Einschränkungen bezüglich Futter und Dominanz mehr braucht, denn er hat gelernt, wo er steht, wer hier das Fell anhat und wer sich hier um alles kümmert.



Tresto & Chagall

24.07.08

Chagall, Momo & Scully im Garten...

Hallo....habt ihr Lust mit mir zu spielen???


                   Was meinst du mit "Hau ab?" Ich möchte doch nur ein bißchen toben...


                                 
Blöde Zicken!!!


Anmerkung: Die Szene, in der Chagall von den beiden schnuckeligen Hündchen durch den Garten gescheucht wird und ihm gründlich die Meinung gegeigt wird, habe ich aus Rücksicht auf Chagalls Stolz nicht veröffentlicht;-)

12.08.08

Chagall macht sich zur Abfahrt bereit...
 


denn heute zieht Chagall endlich in sein neues Zuhause.

Dort angekommen, muss er noch ein paar Minuten auf sein neues Frauchen und Herrchen warten und man merkt ihm an, dass er sehr aufgeregt ist.
Als er sein Herrchen Markus erblickt, gibt es für ihn kein Halten mehr.
Er freut sich wahnsinnig und springt herum wie ein Flummi:-)

Der Weg in die Wohnung ist für Chagall sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht nur, dass die Treppe sehr glatt ist, nein, man kann auch noch durchsehen und das ist Chagall gar nicht geheuer. Aber tapfer wie er ist, tastet er sich von Stufe zu Stufe, bis er endlich in der Wohnung ist.
Dort beginnt dann natürlich erstmal ein Erkundungsgang. Und außerdem muss ja auch Carry begrüßt werden.
Carry ist sichtlich begeistert von dem Neuzugang und fordert Chagall gleich zu einem kleinen Spielchen auf...







    Ich denke, die beiden werden sich sehr gut verstehen und wir freuen uns sehr, dass es nun für Chagall ein Happy End gibt:-)
Sein neues Frauchen hat sehr viel Hundeerfahrung und wird ihm sicherlich auch weiterhin die Anleitung geben, die er braucht, um ein glückliches Leben führen zu können.


15.08.08  Chagall hat geschrieben:-)

Hallo liebe Pflegefamilie!!!



Ich wollte mich mal kurz melden, um Euch zu erzählen wie es mir hier so geht.

Also, die Treppen waren ja wohl voll der Hammer. Jedesmal wenn ich hoch gegangen bin, hab ich gedacht ich würde durchfallen. Aber jetzt nach etwas Übung und viel Überredungskunst von Frauchen und Herrchen habe ich gemerkt das es gar nicht so schlimm ist und gehe jetzt schon ganz flott die Stufen hoch ;-)

Interessant war es für mich auch als ich das Aquarium entdeckt habe. Ich konnte gar nicht verstehen warum ich an die bunten Tiere da hinter der Scheibe nicht dran komm. Ich hab vielleicht blöde geguckt. Frauchen hat ein Bild davon gemacht und sie hat gesagt, das sie es Euch zuschicken will.

Aber das beste ist mir echt heute beim Spazierengehen passiert. Carry ist zuhause geblieben, weil sie heut nicht so gut laufen konnte, also bin ich mit Herrchen und Frauchen alleine los. War auch mal schön ;-) Als wir im Park angekommen sind, habe ich den See entdeckt. Wie ihr ja sicherlich noch wisst bin ich ja Wasserscheu. Naja, ich laufe los und schwups war der Boden auf einmal weg und ich stand mit den Beinen im Wasser. Hat mir ja keiner gesagt, das das grüne da gar keine Wiese mehr ist, sondern ein Teppich aus Entengrütze. Also meinen Blick hättet ihr mal sehen sollen. Zum Glück war grad kein Fotoapparat zur Hand :-) Die beiden haben sich kaputt gelacht und ich stand da mit meinen nassen Beinen :-( 

Hier sind noch so viele fremde Geräusche, die mir angst machen, aber so langsam gewöhne ich mich daran. War heut auch mit Carry etwas allein zuhause und wir haben keinen Blödsinn gemacht. Das hat die beiden sehr gefreut.

So das soll es für heute erstmal gewesen sein.

Liebe Grüße von mir und meinem Anhang

Euer Chagall




18.08.08

Hallo Pflegefamilie.

Ich muß Euch unbedingt was erzählen. Also, heute waren wir in einem sehr großen Wald. Leider wieder ohne Carry, weil sie immer noch kein Wagen hat, wo sie sich drin ausruhen kann.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen was Frauchen auf einmal gemacht hat. Der Weg war sehr lang und grade, so das sie alles sehen konnte was vor und hinter uns passiert. Und plötzlich war der Druck an meinem Hals weg, sie hat sich tatsächlich getraut mich frei laufen zu lassen. Ich habe mich natürlich von meiner besten Seite gezeigt und bin immer ganz brav zurück gekommen, wenn mich einer von den beiden gerufen hat. War schon schön so richtig zu rennen, ohne dass es auf einmal Klick macht und die Leine zu Ende ist ;-) Ich hoffe das machen wir bald wieder.

Frauchen meinte ja wohl ich wäre Wasserscheu, aber da hat sie sich mächtig getäuscht. Ich habe einen riesen Spaß daran mit den Vorderbeinen Wassertreten zu spielen ;-) Und in dem Wald waren so viele große Pfützen, da hat es sich so richtig gelohnt. Ich sah hinterher so aus, als ob ich Stiefel an hätte. Das war richtig lustig.

Abgesehen davon das Herrchen sich immer verspricht und " Chantall " zu mir sagt, finde ich es hier richtig schön. Vielleicht kann ich es ihm noch abgewöhnen.

Herrchen hat gesagt, dass ich die Bilder noch mit abschicken soll. Das mach ich dann auch mal und sag bis die Tage.

Euer Chagall



Der Hundefernseher


Spielen mit Herrchen ist klasse!

                                 
                                  Kuscheln aber auch!


Wo fahren wir hin???

                              
                               Frauchen hat lustige Ideen...





Ich gehe mit Frauchen in mein neues Leben:-)

03-09-08 Neues von Chagall....

Hallo Ihr Lieben.

Ich wollte mich mal wieder melden und Euch berichten wie es mir hier so geht :-)

Also, letzte Woche Samstag meinte meine neue Familie ich sei schmutzig und müßte mal Baden gehen. Das fand ich gar nicht, aber es blieb mir nix anderes übrig. Frauchen hat mich gewaschen und Herrchen hat mich fest gehalten. Das war gemein, zwei gegen einen ist unfair :-(

Aber denen hab ich es gezeigt. Sonntags haben wir uns mit meinem schwarzen Freund Tom getroffen und ich habe mich nach Herzenslust im Dreck gesuhlt. Die haben vielleicht blöd geguckt ;-) Das war die Rache für die Dusche und ich hab mich Pudelwohl gefühlt.


Letzten Sonntag habe ich dann endlich Giness aus Griechenland kennen gelernt. Wir haben uns sofort gut verstanden. Beim Spazieren gehen haben wir zwar nicht gespielt, weil es draußen so heiß war. Aber als wir dann bei Giness zuhause waren, haben wir richtig Gas gegeben. Am besten hat es mir gefallen mit ihm durch das schöne Bett zu toben. Zuhause darf ich das ja nicht, aber Giness Frauchen hat gesagt das wäre nicht so schlimm.
         
         

Er kommt ja aus meiner alten Heimat und kann es noch gar nicht begreifen, dass es auch liebe Menschen gibt, die einem Essen geben und einen ganz viel Knuddeln. Wir haben besprochen, dass wir uns öfter Treffen wollen.

Carry waren wir viel zu wild und die hat sich hinter dem Bügelbrett versteckt, damit wir sie ja in Ruhe lassen. Frauchen hat Bilder gemacht die sie mit schicken wird.





Heute mußte ich zum Tierarzt :-( Ist schon blöd das Frauchen da arbeitet. Dann merkt sie sofort wenn was nicht stimmt. Ich habe mich so gefreut als Herrchen mich abgeholt hat. Ich dachte wir machen einen schönen Spaziergang, aber nein wo fahren wir hin??? Zum Chef von Frauchen. Na, der war mir am Anfang nicht ganz geheuer und ich hab den wilden Mann gespielt, aber dann hat er mir Leckerchen gegeben und ich fand es gar nicht mehr so schlimm. Und wisst Ihr was die Diagnose war??? Ich habe eine Mandelentzündung :-( Keine Ahnung wo ich mir die geholt habe.

Zwei Spritzen habe ich bekommen, aber ich war ganz tapfer. Tat gar nicht weh. Am Freitag muß ich noch mal hin zur Kontrolle. Mal sehen wie ich mich dann benehme. Aber wenn er mir hilft werde ich mal versuchen lieb zu sein ;-)

So, das war es erstmal für heute. Bin ganz schön müde. Das war mal wieder ein sehr aufregender Tag.

Schöne Grüße aus Castrop

Euer Chagall und Anhang






24.02.09

Hallo liebe Pflegefamilie.

Sorry das ich mich so lang nicht gemeldet habe, aber es ist in der letzten Zeit viel passiert und Frauchen hat erst seit kurzem erst wieder einen Computer.

Also, wir sind umgezogen und es war für mich erstmal wieder totaler Streß. Eine neue Umgebung und ständig diese Leute die durch den Hausflur laufen. Die hab ich aber jedesmal lautstark verscheucht ;-) Das fand Frauchen aber garnicht lustig und hat mit mir geschimpft. Naja und da ich ja ein braver Hund bin (zumindest meistens)habe ich mich dran gehalten. Außerden habe ich gemerkt, das wenn ich mich lieb verhalte, die Nachbarn immer ein Leckerchen für mich über haben ;-)Und mitlererweile dürfen die sogar in die Wohnung.

Einmal im Monat mindestens bekommen wir Besuch von Frauchens neuem Freund. Der ist ganz nett, obwohl ich echt manchmal Probleme habe ihn zu verstehen. Der kommt nämlich aus Bayern. Oder ich will ihn nicht verstehen :-)Am Anfang fand ich das echt blöd, das der zu Frauchen auf die Couch darf und ich nicht, aber dann hab ich gemerkt das er uns auch nix tut und jetzt ist es nicht mehr so schlimm. Der lobt mich ja auch jedesmal. Sagt jedesmal, das ich schon wieder was dazu gelernt habe und dann bin ich natürlich stolz wie Oskar und schmuse erstmal ne Runde mit ihm.

Ein paar Hundefreunde habe ich auch schon gefunden. Sonntags gehen wir immer mit ner Hündin spazieren, die ist ja ganz nett aber so richtig warm werd ich mit der nicht. Sie ist sowas was man ne "Zicke" nennt. Eigentlich ignorieren wir uns mehr oder weniger. Aber ihr Frauchen finde ich total toll. Die hat immer was für mich in der Tasche. Da freu ich mich riesig wenn sie bei uns am Fenster vorbei geht, Frauchen macht dann Fenster auf und quatscht und ich steh daneben und krieg Leckerchen ;-)TOLL

Frauchens Mama hat am Anfang ganz schön Angst vor mir gehabt, aber das ist jetzt auch gut. Die hat mich nämlich meistens getroffen wenn wir mit dem Auto unterwegs waren und da werde ich ja zur Bestie. Muß ja schließlich aufpassen, das keiner das Auto klaut. Mit dem Hund von Frauchens Papa komm ich auch ganz gut klar. Ist zwar ein komischer Kerl, erst spielt er mit mir und dann fängt er das stänkern an. Naja sein Pech, wenn wir uns Treffen muß er nen Maulkorb tragen und ich nicht :-) Den brauch ich nämlich garnicht mehr und Frauchen hat den in die hinterste Ecke verbannt.

Heute waren wir wieder lang spazieren und das bei dem Hundewetter. Da scheucht man doch keinen Hund vor die Tür, aber nein. Es heißt ab ins Auto und in den Wald. Hab mich doch gefreut als wir endlich da waren und mich gleich in jede Pfütze geschmissen, die ich finden konnte. Das war leider mein Pech, denn anschließend mußte ich mal wieder Baden. Eigentlich müsste ich es ja besser wissen, aber es macht einfach riesen Spaß durch das Wasser zu Toben. Aber hab Frauchen geärgert. Als sie mich grad so schön eingeseift hatte und sie einen Augenblick nicht aufgepasst hat, bin ich aus der Wanne geflüchtet. Da hättet ihr mal das Gesicht von Frauchen sehen müssen. Zum Schießen sag ich Euch. Bin aber auch ein kleiner Schelm ;-) Aber im Endeffekt hat sie doch gewonnen und mich wieder eingefangen. Zur Belohnung gab es ja hinterher auch was leckeres zu Essen.

Meiner großen Schwester Carry geht es richtig gut zur Zeit. Die hat es gut. Kriegt auch jedesmal ein Leckerchen, wenn ich was gut gemacht habe. Das ist gemein :-( Ich muß dafür arbeiten und sie bekommt es einfach so. Naja aber ich bin ja mal nicht so und gönne es ihr. Schließlich hört sie ja um einiges besser als ich. Hab nämlich im Moment, glaub ich zumindest, meine Flegelphase und möchte nicht wirklich hören. Wobei sich das die latzten Tage wieder gebessert hat. Nachdem ich gemerkt habe, das ich nicht mehr frei laufen darf, wenn ich nicht lieb bin. Ich geb mir wirklich die größte Mühe, aber manchmal ist es einfach zu verlockend den Hasenspuren nach zu laufen. Aber die Quittung krieg ich dann sofort und muß mich mit acht Metern zufrieden geben.

So liebe Pflegefamilie, das war erstmal ein kurzer Zwischenbericht wie es mir geht und Frauchen hat gesagt das sie die Tage neue Bilder machen möchte und sie Euch dann noch schickt. Wenn sie es denn mit der Kamera auf die Reihe kriegt ;-)

Liebe Grüße und ein lautes Wuff Euer Chagall mit Familie


18.07.2009

Hallo liebe Pflegefamilie.

Leider gibt es nicht so schöne Nachrichten diesmal. Meine große Schwester Carry ist am 04.07.
über die Regenbogenbrücke gegangen.

Frauchen war ganz schön traurig und wir (mein neuer Freund Fin und ich) haben mit
allen Mitteln versucht Frauchen zu trösten. Hat aber leider nicht so geklappt.

Fin darf jetzt bei uns bleiben und dann bin ich wenigstens nicht alleine.
Ist aber ganz schön anstrengend so ein " Halbstarker ".

Dagegen bin ich ein richtiges Umschuldslamm.

Hier hab ich auch noch Bilder von Carry !
Und eins von Fin!
Bis dann sagt Euer Chagall mit Familie


Meine Freundin Carry


                                    Carry und ich!                                                      Nur ich!



Mein Freund Fin!







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